Die klassische Kryonik-Mitgliedschaft hat einen Nachteil, über den Anbieter ungern sprechen.

Du zahlst heute für etwas, von dem du hoffst, es nie zu brauchen. Die Organisation hält Personal und Ausrüstung bereit und ist jederzeit einsatzfähig. Als Mitglied bekommst du davon im Alltag allerdings kaum etwas mit.

Das wurde deutlich, als wir Mitglieder von Tomorrow.bio fragten, warum sie beigetreten sind und wie sie die Zeit danach erlebt haben.

Die Unterschrift unter dem Vertrag brachte Erleichterung. Danach schien bei manchen kaum noch etwas zu passieren. Der Vertrag war abgeschlossen, doch welchen Nutzen er für sie haben würde, blieb ungewiss und schien allenfalls in ferner Zukunft relevant.

Diese Kritik war berechtigt.

Wenn wir Menschen zu einem längeren Leben verhelfen wollen, sollte ihnen die Mitgliedschaft schon zu Lebzeiten etwas bringen. Würden wir erst nach der Feststellung des Todes tätig, könnten wir unsere Mitglieder zu Lebzeiten nicht unterstützen.

Das Lifespan Extension Program ist unsere Antwort darauf.

Tomorrow.bio verfolgt nun drei Ansätze, um Menschen die Chance auf ein längeres Leben zu geben. Wir helfen dir, deine Chancen zu erhöhen, medizinische Fortschritte noch zu erleben und davon zu profitieren. Wir bieten Kryokonservierung als Absicherung an, falls wirksame Behandlungen nicht rechtzeitig verfügbar werden. Und wir investieren in Forschung, die eine Wiederbelebung eines Tages möglich machen könnte.

Die Mitgliedschaft umfasst damit Unterstützung zu Lebzeiten ebenso wie Vorsorge für den Todesfall.

Die Mitgliedschaft soll dein Leben schon jetzt verbessern

Die meisten Menschen, die sich für Kryokonservierung interessieren, interessieren sich bereits für Langlebigkeit.

Sie treiben Sport, achten auf ihren Schlaf, verfolgen die Alternsforschung und versuchen herauszufinden, auf welche Gesundheitsrisiken sie besonders achten sollten. Mehrere Mitglieder haben diesen Weg in unseren Interviews beschrieben. Für Kryokonservierung interessierten sie sich erst, nachdem sie bereits jahrelang versucht hatten, mit etablierter medizinischer Versorgung und gesünderen Gewohnheiten länger gesund zu bleiben.

Die Logik dahinter ist einfach. Mit jedem zusätzlichen gesunden Jahr steigt die Chance, weitere medizinische Fortschritte zu erleben.

In dieser Zeit könnten bessere Behandlungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verfügbar werden, Verfahren zur früheren Erkennung von Krebs, Therapien, die einen Alterungsmechanismus verlangsamen, oder Fortschritte, die heute noch nicht absehbar sind.

Davon profitieren kann allerdings nur, wer dann noch lebt.

Nachrichten zur Langlebigkeitsforschung zu lesen und Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, hilft allerdings noch nicht dabei, die eigene Gesundheit fundiert einzuschätzen. Die entscheidende Frage lautet selten: „Welche neue Behandlung gibt es?“ Sie lautet meist: „Was wird mein Leben am ehesten verkürzen, und was kann ich dagegen realistisch tun?“

Um diese Frage zu beantworten, braucht es persönliche Gesundheitsdaten und eine qualifizierte Fachperson, die sie im Zusammenhang mit deiner Krankengeschichte einordnen kann.

Genau hier setzt das Lifespan Extension Program an und erweitert damit die bisherige Mitgliedschaft. Es verändert, wofür die Mitgliedschaft überhaupt steht.

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Was das Programm konkret bietet

Tomorrow.bio führt das Lifespan Extension Program als Bestandteil der Mitgliedschaft ein, ohne dafür zusätzliche Gebühren zu verlangen.

Am Anfang steht ein persönliches Gespräch. Ein Experte für Langlebigkeit bespricht mit dir deine Ziele, deine Krankengeschichte und deine Anliegen sowie die Veränderungen, zu denen du im Alltag bereit bist.

Dafür gibt es einen Grund.

Ein perfekter Plan, der nicht zu deinem Leben passt, hat kaum Wert. Gute Beratung klärt, welche Risiken ernst zu nehmen sind, welche Messwerte lediglich zusätzliche Informationen liefern und welche Maßnahmen du auch dann noch umsetzen kannst, wenn die anfängliche Motivation nachlässt.

Mitglieder füllen einen Gesundheitsfragebogen aus und können über die Memberzone Blutwerte, Messungen der Körperzusammensetzung und Daten von Wearables hinzufügen.

Das Programm ordnet die Messwerte nach Gesundheitsbereichen: Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel, Entzündungsprozesse, Organfunktion, Blut und Immunsystem, Hormone, Gehirn, Körperzusammensetzung, Schlaf, Aktivität und Erholung.

Diese Einteilung ist sinnvoll, weil sich das Altern nicht mit einer einzigen Zahl beschreiben lässt.

Ein Mensch kann körperlich sehr fit sein und trotzdem einen zu hohen Blutdruck haben. Ein anderer schläft gut, obwohl seine Stoffwechselwerte auf ein bislang unbemerktes Gesundheitsrisiko hindeuten. Werden all diese Werte zu einer Kennzahl für das biologische Alter zusammengefasst, kann dabei gerade das Problem übersehen werden, um das man sich kümmern sollte.

Wir setzen auf ein weniger spektakuläres Vorgehen: Wir betrachten die einzelnen Messwerte, verfolgen ihre Entwicklung und prüfen, wo Handlungsbedarf besteht.

Regelmäßige Videoberatungen ergänzen die Datenübersicht um eine persönliche Beratung. Dein Experte ordnet die Messwerte im Zusammenhang mit deiner Krankengeschichte ein und berücksichtigt dabei deine Prioritäten und deine laufende medizinische Betreuung.

Im Mittelpunkt stehen ein längeres Leben und der Erhalt der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Schönheitsangebote oder Fitness-Challenges, die unter dem Schlagwort Longevity vermarktet werden, gehören nicht dazu.

Deine Gesundheitsdaten an einem Ort

Bei den meisten Menschen haben sich über die Jahre viele Gesundheitsdaten angesammelt, verteilt auf Laborberichte, Messungen der Körperzusammensetzung und Wearable-Apps.

Viele Gesundheitsplattformen funktionieren am besten mit Untersuchungsergebnissen aus der eigenen Klinik oder dem eigenen Labor und mit Messwerten kompatibler Geräte. So entsteht eine übersichtliche Darstellung, doch nützliche Befunde aus anderen Quellen bleiben unberücksichtigt.

In der Memberzone kannst du die Unterlagen verwenden, die dir bereits vorliegen.

Du kannst Berichte von unterschiedlichen Anbietern in verschiedenen Dateiformaten hochladen. Das System liest die Dokumente, extrahiert die relevanten Messwerte, interpretiert sie und ordnet die Ergebnisse denselben Gesundheitsbereichen zu.

Dieser formatunabhängige Ansatz ist einer der größten Vorteile des Programms.

Du kannst die Originalergebnisse behalten, über Jahre gesammelte Unterlagen zusammenführen und sehen, wie sich die wichtigen Messwerte verändern.

Die Übersicht und die daraus berechneten Kennzahlen helfen so dabei, Veränderungen zu erkennen. Sie führen verstreute Befunde zu einer Übersicht über den zeitlichen Verlauf zusammen, die Mitglieder gemeinsam mit ihrem Experten für Langlebigkeit nutzen können.

Automatisierung übernimmt die aufwendige Arbeit des Einlesens und Strukturierens der Daten. Unser Team prüft die ausgelesenen Werte. Der Experte hilft dir anschließend zu entscheiden, welche nächsten Schritte angesichts der gesamten Befunde sinnvoll sind.

Die laufende Betreuung ermöglicht es zudem, an frühere Gespräche anzuknüpfen. Die Beratung wird hilfreicher, wenn dabei die bisherigen Ergebnisse, der vereinbarte Plan und die Veränderungen seit dem letzten Gespräch berücksichtigt werden.

Für Mitglieder behebt das einen wesentlichen Nachteil des bisherigen Kryonik-Modells. Mitglieder stehen so schon in den Jahren vor einem möglichen Notfall in regelmäßigem Kontakt mit Tomorrow.bio. Die Verbindung beschränkt sich damit nicht mehr auf einen Vertrag und regelmäßige Beitragszahlungen.

So können wir unsere Mitglieder auch persönlich besser kennenlernen.

Wir erfahren, wie sie denken, was sie beschäftigt und wie sich ihre Lebensumstände verändern. Dieser persönliche Kontakt ist für sich genommen wertvoll. Er entspricht auch dem Anspruch der Tomorrow.bio-Mitgliedschaft, Menschen ein Leben lang bei ihrem Wunsch nach einem längeren Leben zu begleiten.

Langlebigkeitsmedizin und Kryokonservierung ergänzen sich

Langlebigkeitsmedizin soll das Leben verlängern; Kryokonservierung setzt erst nach dem Tod an.

Das Lifespan Extension Program soll dir helfen, möglichst lange gesund zu leben. Die Kryokonservierung ist für den Fall vorgesehen, dass du durch einen Unfall, eine Krankheit oder die Folgen des Alterns stirbst, bevor die Medizin deinen Tod verhindern kann.

Niemand weiß, welcher Durchbruch kommt oder wann.

Eine Behandlung, die das gesunde Leben um Jahrzehnte verlängern könnte, wäre ein außergewöhnlicher Fortschritt. Für jemanden, der ein Jahr vor ihrer Einführung sterben würde, käme sie trotzdem zu spät.

Diese Ungewissheit erklärt, warum Tomorrow.bio beide Ansätze verbindet. Wir wollen, dass Mitglieder lange genug am Leben bleiben, um von besserer Medizin zu profitieren. Für den Notfall wollen wir uns zugleich nicht allein auf die Hoffnung auf künftige Forschungserfolge verlassen.

Bessere Gesundheit kann auch für die Kryokonservierung eine Rolle spielen. Schwere Erkrankungen, eine anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustands im Krankenhaus und eine schlechte Durchblutung können die Kryokonservierung erschweren. Eine rasche Benachrichtigung des Teams und günstige medizinische Voraussetzungen können dagegen die Ausgangsbedingungen verbessern.

Garantien gibt es dabei keine. Der Einsatzprozess, die Dauer der Ischämie und die zugrunde liegende Todesursache spielen weiterhin eine enorme Rolle.

Mitgliedern zu helfen, länger gesund zu bleiben, entspricht jedenfalls unserem Ziel.

Länger gesund zu bleiben, bedeutet schon für sich genommen mehr Lebensqualität. Wer länger gesund lebt, hat auch bessere Chancen, von neuen Behandlungen zu profitieren. Ein besserer Gesundheitszustand kann außerdem günstigere Voraussetzungen schaffen, falls später eine Kryokonservierung nötig wird.

Wo die Grenzen liegen

Die Longevity-Branche ist voll von selbstbewussten Menschen, die Gewissheiten verkaufen, die die Datenlage nicht hergibt.

Tomorrow.bio verspricht weder eine bestimmte Lebensdauer noch eine garantierte Senkung des biologischen Alters oder Zugang zu einer geheimen Behandlung, die in der etablierten Medizin bislang übersehen worden wäre.

Das Programm ersetzt keine ärztliche Betreuung. Es umfasst weder Diagnosen noch fachärztliche Behandlungen.

Für die Verarbeitung von Gesundheitsdaten in der Memberzone ist eine gesonderte Einwilligung erforderlich. Ein Mitglied kann diese Einwilligung verweigern, ohne dass dies Auswirkungen auf seine Biostase-Vereinbarung hat.

Diese Trennung ist wichtig. Mitglieder sollen das Angebot zur Kryokonservierung nutzen können, ohne sich zur Weitergabe sensibler Gesundheitsdaten für ein zusätzliches Programm gedrängt zu fühlen.

Auch innerhalb dieser Grenzen lässt sich viel Sinnvolles tun.

Bei Herz-Kreislauf-Risiken, Stoffwechselgesundheit, Rauchen, Schlaf, körperlicher Aktivität, Körperzusammensetzung und Vorsorgeuntersuchungen geht es um wesentliche Fragen der Gesundheit. Diese Faktoren und Maßnahmen beeinflussen die Chance, lange genug gesund zu bleiben, um von künftigen medizinischen Fortschritten zu profitieren.

Mitglieder von Tomorrow.bio können zunächst die Beratung zur Langlebigkeit nutzen und später entscheiden, ob sie eine Vereinbarung zur Kryokonservierung abschließen. Andere wollen beides von Anfang an.

Beides ist möglich. Das Programm soll dir helfen, in den kommenden Jahren gesünder zu leben, unabhängig davon, ob du dich letztlich für eine Biostase entscheidest.

Persönlich würde es mich freuen, wenn die Langlebigkeitsmedizin so viel schneller als erwartet vorankäme, dass unsere Mitglieder nie eine Kryokonservierung bräuchten.

Solange offen ist, ob das gelingt, halten wir es für verantwortungsvoll, beide Ansätze zu verfolgen.

Wir wollen Menschen helfen, schon heute ihr Leben zu verlängern. Zugleich wollen wir die bestmögliche Vorsorge für den Todesfall anbieten. Außerdem wollen wir weiter daran forschen, ob nach einer Kryokonservierung eines Tages eine Wiederbelebung möglich sein könnte.

Diesen Nutzen soll die Tomorrow.bio-Mitgliedschaft ihren Mitgliedern jeden Monat aufs Neue bieten.

Kurz gesagt: Die Tomorrow.bio-Mitgliedschaft verbindet drei Ansätze für ein längeres Leben. Das Lifespan Extension Program soll dir helfen, medizinische Fortschritte noch zu erleben und davon zu profitieren. Die Kryokonservierung dient als Absicherung, falls wirksame Behandlungen nicht rechtzeitig verfügbar werden. Hinzu kommt die Forschung an einer möglichen späteren Wiederbelebung.

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