Thema 1.4
Grenzen und Herausforderungen
Die Kryonik hat klare Grenzen: Wir können Menschen dabei nicht am Leben erhalten und den Vorgang derzeit nicht rückgängig machen. Sobald sich das Gewebe zersetzt, verschlechtern sich die Voraussetzungen für seine Erhaltung rasch. Einige dieser Probleme sind technischer Natur und ließen sich möglicherweise mit ausreichend Zeit und Geld lösen. Andere Probleme lassen sich mit der heutigen Technologie möglicherweise nicht lösen. Um die Kryonik fundiert beurteilen zu können, solltest du ihre Grenzen und die offenen Fragen kennen. So kannst du besser einschätzen, was eine Entscheidung dafür bedeutet und welche künftigen Entwicklungen plausibel erscheinen.
Der Wettlauf gegen den Zerfall der ZellenMit jeder Minute zwischen dem Herzstillstand und der Abkühlung des Gehirns auf kryogene Temperaturen nehmen die messbaren, irreversiblen Schäden zu. Bei der Kryokonservierung drängt die Zeit, denn die biochemischen Abbauprozesse laufen weiter.Warum kann man einen Menschen nicht lebend kryokonservieren?Zwei Gründe, warum eine Konservierung zu Lebzeiten nicht möglich ist: Sie wäre Tötung, und das Verfahren selbst wäre tödlich. Kryoprotektiva sind bei höheren Temperaturen giftig.Warum ist Wiederbelebung derzeit nicht möglich?Kryonik heute: Wir können Menschen kryokonservieren, aber noch nicht wiederbeleben. Hier sind die konkreten Gründe dafür.Technische Herausforderungen für eine hochwertige KonservierungWas eine gute Konservierung von einer schlechten unterscheidet: fünf technische Probleme, von Ischämie und No-Reflow bis zu Eisbildung, Toxizität und ungleichmäßiger Perfusion, die die Qualität der Konservierung bestimmen.Technische Herausforderungen für eine reversible KryokonservierungEinen Menschen zu konservieren ist die leichtere Aufgabe. Ungelöst ist dagegen, wie sich die Konservierung rückgängig machen lässt: Dazu müsste man den Körper erwärmen, die giftigen Substanzen entfernen und die entstandenen Schäden beheben.